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Freitag, 15. Oktober 2010

30 Rock rockt live

Die gestrige Folge von Tina Feys 30 Rock war etwas ganz Spezielles. Die Serie, die hinter den Kulissen einer Live-Skatchshow angesiedelt ist, wurde für eine Folge selbst zur Live-Comedy. Im NBC-Geäude mit der Adresse 30 Rockeffer Plaza wurde die fünfte Episode der fünften Staffel vor einem Live-Publikum aufgezeichnet.

Der für 30 Rock eher einfach ausgefallene Plot, wurde durch Auftritte hochkarätiger Gaststars mehr als wett gemacht. Neben Matt Demon, der Liz Lemons Pilotenfreund spielt, war auch Seinfeld-Veteranin Julia Louis-Dreyfus als Liz Lemons Tagtraum-Ich zu sehen. Besonders lustig war Mad Men Jon Hamm in seinem Fake-Werbespot für Handimplantate von Todeskandidaten.

30 Rock soll nicht jede Woche als Live Show daher kommen - das würde viel tolles an der Serie kaputt machen - aber als Experiment, als seltsam amüsanter Hybrid aus 30 Rock, Saturday Night Live und einer alten Sitcom, war die gestrige Sendung wirklich ein gelungener Spass.


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Sonntag, 14. März 2010

Der beliebteste TV-Boss

Euer liebster Serienchef leitet ein Krankenhaus, hat zwei Daumen und "scheißt" vermutlich auf das Ergebnis dieser Umfrage: Bob Kelso (Ken Jenkins). Die Scrubs-Fans unter euch, dürften ordentlich mitgevoted haben, denn der gute alte Bobo erhielt satte 48 Prozent der abgegebenen Stimmen.


Mit einem Respektabstand folgt ihm eine ganz bestimmte Art von Boss, nämlich ein Mafiaboss. Sein Name Anthony Soprano (James Gandolfini), seines Zeichens Capo der Mafia von New Jersey. Er erhielt immerhin noch 18 Prozent eurer Votes.



Platz drei belegen ex aequo der Chef eines Atomkraftwerks in Springfield und der Chef einer Fernsehshow, die an der Rockefellerplaza 30 aufgezeichnet wird: Charles Montgomery Burns und Jack Donaghy (Alec Baldwin). Beide erhielten jeweils 11 Prozent der Stimmen.



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Sonntag, 14. Februar 2010

Umfrage: Beliebtester TV-Boss

Sie kommandieren Unternehmen, Atomkraftwerke, Raumschiffe, Krankenhäuser oder Mafiaorganisationen - die Serien-Bosse. Das Fernsehserien Blog will von euch wissen, wer euer beliebtester TV-Boss ist!

Zur Wahl stehen Jack Donaghy (Alec Baldwin, 30 Rock), Charles Montgomery Burns (The Simpsons), Donald "Don" Draper (Jon Hamm, Mad Men), Michael G. Scott (Steve Carell, The Office), Veronica Palmer (Portia de Rossi, Better Off Ted), Dr. Robert "Bob" Kelso (Ken Jenkins, Scrubs), Anthony "Tony" Soprano  (James Gandolfini, The Sopranos) und Captain James Tiberius Kirk (William Shatner, Star Trek: TOS).


So nun habt ihr die Qual der Wahl. Eure Stimme könnt ihr in der rechten Bildschirmleiste abgeben. Das Ergebnis der Wahl wird heute in einem Monat verkündet werden.


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Freitag, 12. Februar 2010

Alec Baldwin drohte mit Selbstmord

In der Nacht auf Donnerstag spielten sich in New York unschöne Szenen ab. 30 Rock Star Alec Baldwin stritt mit seiner 14-jährigen Tochter Ireland über das Telefon und drohte bevor er auflegte: "Ich habe genug davon. Ich werde Pillen schlucken. Ich werde dem ein Ende setzen." Auf Rückrufe von Ireland reagierte er nicht. Als die Tochter dann  in Panik den Notruf 911 alarmierte, wurde Baldwin noch wütender.

Baldwin gab später seiner Ex-Frau und Mutter von Ireland Kim Basinger, von der er sich 2000 in einem unschönen Rosenkrieg trennte, die Schuld für die bizzare Ereigniskette.

Quellen berichten, dass kurz nach Mitternacht ein Notruf wegen einer "möglichen Alkohol- oder Drogenüberdosis" eingegangen war. Die Polizei eilte zu Baldwins Apartment am New Yorker Central Park  und brachte ihn zum Lenox Hill Krankenhaus. Dort wurde der 51-Jährige 45 Minuten lang durchgecheckt und dann entlassen.

Es stellte sich heraus das er keine Überdosis zu sich genommen hatte, sondern nur eine Ambien Tablette, um besser schlafen zu können. Doch selbst wenn Baldwin sehr aufgewühlt war ins Krankenhaus gezerrt worden zu sein, war diese Verstimmung nichts gegen den Ärger den er Basinger, die er angeblich beschuldigt das Kind dazu aufgefordert zu haben den Notruf zu tätigen, entgegenbrachte. Augenzeugen berichten, dass Baldwin sich darüber beschwerte, dass Basinger ihn mit dem Vorfall in der Öffentlichkeit bloßstellen will und dass sie sichergestellt hat, dass die Ereignisse den Medien zu Ohren kommen.

Das Timing ist jedenfalls verdächtig, hosted Baldwin doch die Oscarverleihung am 7 März. Baldwins Sprecher und auch ein Vertreter der Academy sagten, dass der Vorfall keine Auswirkungen auf diesen Termin haben wird. Auch die Dreharbeiten zu 30 Rock gehen wie geplant weiter.

Der Vorfall war nicht das erste Mal, dass ein Anruf seiner Tochter Baldwin in Bedrengnis brachte. Bereits in 2007 gab es Aufregung, um eine Voicemail in der er seine Tochter als "unverschämtes, leichtsinniges kleines Schwein" beschimpfte. Später entschuldigte er sich und sagte, das er nachträglich entsetzt über seine Worte war. Als die Nachricht öffentlich wurde spielte Baldwin ernsthaft mit dem Gedanken sich das Leben zu nehmen. "Ich dachte für Wochen jede Nacht daran aus dem Fenster meines Apartments zu springen", sagte Baldwin damals.

 
Baldwin bei seiner Rückkher in sein Central Park West Apartment 
nach der Untersuchung im Krankenhaus.  




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Donnerstag, 11. Februar 2010

Tina Fey und ihre AmEx Platinkarte


Die Videoplattform YouTube ist immer wieder für lustige Fundstücke gut. So bin ich dort neulich über zwei komische American Express Werbespots gestolpert, die 30 Rock Star Tina Fey featuren..



In Spot eins hat Tina mit inkompetenten Mitarbeitern zu kämpfen: "...no, the other kind of German shepherds!"



In Spot zwei trifft Fey auf Altmeister Martin Scorsese und wittert die Chance in einem seiner Filme totgetreten zu werden.



Und auch im Printbereich macht Tina für AmEx gute Figur:


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Montag, 18. Jänner 2010

Goldene Globen für Dexter, Mad Men und co.

Die Dramaserie Mad Men brach gestern Abend bei den 67. Golden Globes wieder einmal Rekorde. Als erste Serie in der Geschichte des Preises, der von der Auslandspresse in Hollywood vergeben wird, konnte Mad Men dreimal in Folge den Golden Globe als bestes Drama abräumen.

Für Dexter Michael C. Hall, der kürzlich bekannt gab, dass es gegen Krebs kämpft gab es willkommene Neuigkeiten: Er gewann den Preis als bester Schauspieler in einer Dramaserie. Und der Golden Globe für den besten Nebendarsteller ging an seinen Serien Gegenspieler John Lithgow.



Hall trug eine schwarze Mütze, um die Zeichen seiner Krankheit zu kaschieren. "Ich denke die persönliche Gesundheit ist eine private Angelegenheit ... aber da die Award-Shows bevorstanden, dachte ich, dass ich ein Statement abgeben muss", erklärte Hall nach der Verleihung, warum er seine Krebsdiagnose öffentlich machte. Hall war schon vier Mal für den Golden Globe nominiert und hat nun zum ersten Mal gewonnen.

Alec Baldwin gewann gestern bereits seinen dritten Golden Globe, als bester Comedy-Darsteller in einer Serie für 30 Rock. Als beste Comedy-Darstellerin wurde Toni Collette für ihre Rolle(n) in United States of Tara gekürt. Die beste Comedy ist laut der Jury die Newcomerserie Glee.



Hier die Gewinner im Detail:

Best Drama:
Mad Men


Best Comedy/Musical:
Glee

Best Actor-Drama:
Michael C. Hall, Dexter

Best Actress-Drama:
Julianna Margulies, The Good Wife

Best Actor-Comedy/Musical:
Alec Baldwin, 30 Rock

Best Actress-Comedy/Musical:

Toni Collette, United States of Tara

Best Supporting Actor:
John Lithgow, Dexter

Best Supporting Actress:

Chloe Sevigny, Big Love



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Montag, 28. Dezember 2009

Die besten Fernsehserien der 2000er: Platz 3 - 30 Rock

Es ist schwer vorstellbar, dass damals im Jahr 2006 ein zukünftiger dreifacher Emmy-Gewinner für die beste Comedy-Serie von Kritikern als vermutlicher Flop eingeschätzt wurde. Heute ist 30 Rock in der Mitte seiner vierten Staffel und ein zuverlässiger Gag-Generator. Tina Feys Blick hinter die Kulissen einer Saturday-Night-Live-artigen Sketchshow hat fast nichts mit dem realen Schaffen beim Erstellen einer TV-Show zu tun, vielmehr geht es darum welche Lächerlichkeiten passieren, wenn eitle kreative Köpfe mit arroganten Manager-Lackaffen zusammenarbeiten müssen.30 Rock ist allen voran eine Slapstick- und Pointen-Fabrik. Wenn Fey und Co. richtig in Fahrt sind produziert die Fernsehserie in ihren 22 Minuten pro Folge mehr zitierwürdige Sager und unvergessliche Momente als jede andere Sitcom in den Nullerjahren.


Titel: 30 Rock
Genre: Comedy
Creator: Tina Fey
Dauer: 2006 bis heute
Staffeln: 4

















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Dienstag, 15. Dezember 2009

Highlights der Woche: Weihnachtlicher Bombenalarm, Schockvideos und mehr

In Kalenderwoche 50 gab es kaum eine Fernsehserie bei der es nicht geweihnachtet hat. Die besten weihnachtlichen und nicht-weihnachtlichen Momente der vergangenen Woche könnt ihr hier nachlesen.

5. Der erdrückteste Weihnachtsmann:
Bei The Office war diese Woche Secret Santa angesagt. Gleich zwei Weihnachtsmänner schauten beim Dunder Mifflin Büro in Scranton vorbei, um der Belegschaft eine Freude zu bereiten. Zum einen war da Phyllis (Phyllis Smith), deren großer Traum damit in Erfüllung ging, und zum anderen Michael (Steve Carell), der gar nicht damit Leben kann, dass Jim (John Krasinski) Phyllis zum Weihnachtsmann gemacht hat. Es kommt zu einem internen Wettbewerb zwischen den beiden Santas der darin gipfelt, dass der ziemlich übergewichtige Kevin (Brian Baumgartner) auf Michaels Schoß platz nimmt, was diesem im wahrsten Sinne des Wortes den Atem raubt ("Phyllis says I'm too big for her lap").




4. Das schockierendste Weihnachtsvideo: In Kolumbien gibt es - zumindest laut Modern Family - die Tradition Schocksequenzen in idyllische Weihnachtsvideos einzubauen. Dies muss Großvater Jay (Ed O'Neill) am eigenen Leib erfahren, als er seinen liebsten Weihnachtsfilm Miracle on 34th Street ansieht und plötzlich ein Monster in eine romantische Szene platzt. Ein kleiner Streich seines kolumbianischen Stiefsohns Manny (Rico Rodriguez II), der das Schockmonster auch in ein Homevideo geschnitten hat, wo es nur darauf wartet Jay einen erneuten Schrecken einzujagen. 

3. Das lustigste Pistolenduell: In Californication wollte Dekan Stacy Koons (Peter Gallagher, der Sandy in The O.C. gespielt hat) Genugtuung dafür, dass Hank Moody (David Duchovny) mit seiner Frau geschlafen hat und fordert diesen zu einem Pistolenduell heraus. Zum Glück stellt sich heraus, dass die Waffen nur Attrappen sind. Trotzdem ist es witzig anzusehen, wie Stacy als ein konföderierter General verkleidet gegen Moody in den Krieg zieht. Das Verlangen nach Satisfaktion endet damit, dass die beiden sich am Boden ringen - was wiederum witzig anzusehen ist.



2. Das bombigste Weihnachtsgeschenk: Jack Donaghy (Alec Baldwin) von 30 Rock hat den Ruf, die besten Weihnachtsgeschenke in ganz New York zu machen, aber selbst kaum beschenkbar zu sein. Als Liz Lemon (Tina Fey) ihn im Rahmen eines Secret Santa Spiels mit einem Geschenk, das noch dazu nichts kosten darf, bescheren soll, sieht sie sich vor eine fast unlösbare Aufgabe gestellt. Was soll man einem Mann schenken, der alles hat? Die Lösung: eine Bombendrohung am New Yorker Bahnhof. Diese lässt nämlich Jacks Jugendliebe (Julianne Moore) im Big Apple stranden, was zu einem lang ersehnten Kuss zwischen den beiden führt - Bombendrohungen sind halt doch die perfekten Weihnachtsgeschenke und oben drein so etwas von romantisch.

1. Der Cliffhanger mit dem größten Gänsehautfaktor: Bei Dexter beweist Arthur (John Lithgow), dass es nicht unmöglich ist den normalerweise übervorsichtigen Dexter (Michael C. Hall) zu überlisten. Er folgt unserem sympathischen Serienkiller in das Polizeirevier, wo er feststellt, dass "Kyle Butler" Teil der Mordkommission ist. Im Höhepunkt der Folge, der zum Nägelbeißen ist, sehen sich die beiden tief in die Augen und Trinity sagt: "Hallo, Dexter Morgan", nachdem er Dexters Namen auf seiner Identifikationsmarke liest. Danach kommen die Credits und der Zuschauer muss eine Woche darauf warten, wie sich Dexter wohl aus dieser Misere retten wird.





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Mittwoch, 9. Dezember 2009

Tina Fey - Ein Porträt

Das Sexsymbol für jeden Mann, der beim Lesen seine Lippen nicht bewegt", so nannte New Yorker-Autor Michael Specter Shootingstar Tina Fey. Und das kollektive Bewusstsein fragt sich: "Tina, Darling, wo warst du nur so lange? Wo hast du dich so lange vor der Welt versteckt?" Die 39-jährige Autorin/Komödiantin/Produzentin hat ihrer Karriere im Herbst 2008 mit ihrer Sarah Palin Imitaion einen Turboboost verpasst, der die Ratings von Saturday Night Live (SNL) und ihrer eigenen Show 30 Rock durch die Decke gehen ließ.






Doch wer ist diese Elisabeth Stamatina Fey aus Upper Darby, Pennsylvania? Als eher hässliches Entchen mit einem ziemlich schlechten Haarschnitt, machte Fey im Jahr 1994 ihre ersten Schritte ins Showgeschäft. Sie arbeitete als Schreiberling und Performerin in den Improvisationstheatern von Chicago. Dann zog sie sich ganz hinter die Bühne zurück, um ab 1997 für SNL bissig-lustige Witze zu schreiben, wurde Chef-Autorin der Sketchshow und nahm durch das viele Junk Food ordentlich an Gewicht zu. Danach nahm sie wieder 15 Kilo ab, richtete ihre Haare her, setzte ein paar heiße-Lehrerinnen-Brillen auf und machte sich einen Namen, indem sie mit geistreich witzigen Kommentaren im Weekend Update von SNL um sich warf. Ihre Comedy Karriere nahm immer mehr Fahrt auf, als Fey den Kassenschlager Mean Girls mit Linsay Lohan schrieb und schließlich ihre eigene Serie, die auf einer SNL-artigen Show basiert, erfand: 30 Rock. Die Comedyserie kämpfte zwar von Anfang an mit den Ratings, ist aber der große Liebling der Kritiker, wurde seit ihrem Start mit 12 Emmys ausgezeichnet und katapultierte Fey in den Comedy-Olymp. Doch bevor sie richtig Luft schnappen konnte, sollte sie eine freakige Wendung des Schicksals so unheimlich bekannt machen, dass sie sich vorerst keine Gedanken mehr über die Ratings von 30 Rock machen musste: In einer lächerlich Borderline-gefährlichen Entscheidung beschlossen nämlich die Republikaner eine Frau als Vize-Präsidentschaftskandidatin aufzustellen, die zufälligerweise genauso, wie die lustigste Frau, die in Amerika arbeitet, aussah: Sarah Palin - die anmutige aber schrecklich unvorbereitete damalige Gouverneurin von Alaska, die Tina Fey so ähnlich sieht, dass ihre eigene vierjährige Tochter Alice auf den Bildschirm zeigte als Palin zu sehen war und irgendwie dachte, das sei ihre Mutter, obwohl Mama-Tina neben ihr saß. Palin war also nicht nur ein Segen für den Journalismus, Karikaturisten und sonstige Spaßvögel, sondern auch für Tina Fey, die mit der Imitation der Politikerin endgültig nationale und internationale Berühmtheit erlangte.

Für viele Amerikaner ist es wahrscheinlich unerklärlich, dass die lustigste Frau im Fernsehen deutsche Wurzeln hat, ist doch das vorherrschend Klischee vom Deutschen durch Humorlosigkeit geprägt. Doch Tina Fey, die väterlicherseits mit deutschen Genen versorgt wurde (ihre Mutter ist Griechin), beweist hier einmal mehr, dass solche Stereotypen haltlos sind. Fey selbst spricht, wie sie selbst sagt, Deutsch schlechter als ein Erstklässler, hat uns aber im Rahmen von 30 Rock, wo ihr Charakter Liz Lemon gelegentlich auch ein paar deutsche Sätze von sich gibt, gezeigt, dass ihre Sprachkenntnisse doch nicht so übel sind.
Ihre Arbeitsethik wiederum entspricht voll und ganz dem gängigen amerikanischen Vorurteil über Deutsche. Warum sonst soll sich jemand freiwillig die vierfache Belastung antun, die Fey sich aufbürdet: Sie hat 30 Rock erfunden und  produziert es, ist die Chefautorin der Show, spielt nebenbei noch die Hauptrolle und schafft es trotzdem sich um ihre Familie zu kümmern.Da muss alles geplant sein, was ihr bei ihren Kollegen den Spitznamen "Hermann the German" eingebracht hat. 
 


Tinas Ehemann ist der 49-jährige Musik-Direktor Jeff Richmond, der für den Score von SNL und auch für die Titelmusik von 30 Rock verantwortlich ist. Die beiden haben sich lange vor ihrem Ruhm in Chicago kennengelernt. Haben sieben Jahre lang gedatet und sind schon weitere sieben Jahre miteinander verheiratet.  Und Jeff war und ist der einzige Mann in Tinas Leben. So hat sie ihre Jungfräulichkeit, wie ihr On-Screen-Alterego Liz Lemon, erst mitten in ihren 20ern verloren. Deshalb hat ihre SNL-Kollegien Amy Poehler sie als "nonnenhaft" beschrieben, - einen Mensch, der sich die ganzen Beziehungsdramen vom Beckenrand aus angeschaut und dann lustige Dinge darüber geschrieben hat.

Wer Tina Fey genauer ins Gesicht sieht, merkt, dass sie eine markante Narbe auf der linken Wange trägt. Das Ergebnis einer schrecklichen Cutting-Attacke durch einen Fremden, als Tina fünf Jahre alt war. Sie spielte im Vorgarten ihres Hauses als irgendjemand auf sie zukam und ihr ins Gesicht fuhr. Sie dachte zuerst, dass er sie mit einem Stift markiert hat, aber dann ran schon das Blut. Selbst spricht Fey nur selten über den Vorfall. Marcy Klein, die blonde Executive-Producerin von 30 Rock und Tochter von Kelvin Klein, die als Elfjährige gekidnappt wurde erinnert sich: "Tina hat zu mir gesagt, 'Weißt du Marci, wir beide haben schreckliche Dinge erlebt. Wir wissen was das heißt.'" Als es kurz nach 9/11 zu einer Anthrax Attacke auf das NBC-Gebäude kam zeigte Tina eine extrem angsterfüllte Reaktion - das erste Mal, dass ihre Mitarbeiter sie verwundbar sahen. Der Therapeut den sie in er Folge aufsuchte brachte diese Panikattacke mit dem Vorfall in ihrer Kindheit in Verbindung. "Der Angriff aus dem Nichts" war es der Tina so schreckliche Angst einflößte. 



Als Tina von Chicago nach New York zog hatte sie einige Kilo mehr auf den Rippen als heute. Sie war eine rubeneske Schönheit. "Ich hatte bei einer Größe von 1,60 rund 70 Kilo, was nicht unheimlich viel ist. Aber wenn man von Chicago nach New York zieht, fühlt man sich richtig fett. Weil alle klein, kompakt und asiatisch sind. Alle sind Asiaten", erklärt Fey mit einem Augenzwinkern. Als sie sich selbst auf einen Monitor bei SNL sah, der vermutlich gerade von Gwyneth Paltrow auf sie schnitt, beschloss sie zu den Weight Watchern zu gehen. Mit super Erfolg, so erzählt sie von einer lustigen Episode: "Steve Martin ist in der Kantine sonst immer an mir vorbei gelaufen und nach dem Abspecken hieß es aufeinmal 'Ja Hallllooo - wer bist denn du?'" Und auch Hollywood-Agentin Sue Mangers war von Feys Metamorphose überrascht. Sie warnte SNL-Produzenten Lorne Michaels davor Fey On-Air zu schicken. "Sie hat einfach nicht das Aussehen dazu", sagte sie ihm und dachte sich; "Er muss eine Affäre mit ihr haben, sonst würde er das Mauerblümchen nicht auf den Bildschirm holen." Doch dann sah Mangers die neue Tina. "Sie war eine sexy, Dekolleté zeigende, heiß aussehende Frau geworden. Was zum Teufel hat sie nur gemacht?"

Sexy war Tina Fey auch bei der Emmy-Verleihung vor zwei Jahren, als Mary Tyler Moore und Golden Girl Betty White den Emmy für die beste Comedy Serie vergaben und Tina Feys Name verlasen. Da war er, ihr Cindarella-Moment - nur dass die Schuhe nicht aus Glas, sondern von Manolo Blahnik waren und dass ihre Handtasche gestohlen wurde, während sie auf der Bühne war, um die Statue abzuholen.
Und eines scheint  sicher es wird nicht die letzte Statue sein, die sich das Multitalent mit den Rehaugen unter den Nagel reißen wird - aber das nächste mal nimmt sie die Handtasche besser mit nach oben.



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Dienstag, 8. Dezember 2009

Der beliebteste Kino-Star in einer TV-Rolle

Serien-Onkel vor Big Boss und Staranwalt. Das Fernsehserien Blog hat den beliebtesten Kinostar in einer TV-Rolle gesucht und ist dank eurer großartigen Wahlbeteiligung auch fündig geworden.

Der Sieg ging mit 45 Prozent der Stimmen recht eindeutig an unseren coolen Onkel Charlie Sheen (Two and a Half Men), der in den 80er Jahren durch Blockbuster wie Hot Shots! Die Mutter aller Filme, Platoon oder Wallstreet berühmt wurde. Und nach einer schweren Zeit mit Drogenproblemen die Rückkehr als Serienstar schaffte.




Auf Platz zwei schaffte es Alec Baldwin mit 16 Prozent der Stimmen. Er ist seit kurzem mit seiner mehrfach Emmy-gekrönten Serie 30 Rock auf ZDF neo auch im deutschen Fernsehen zu sehen. Baldwin wurde durch Filme wie Beeteljuice, Jagd auf Roter Oktober, Auf Messers Schneide oder The Cooler bekannt. Für letzteren erhielt er sogar eine Oscar Nominierung.





Knapp gefolgt wurde Baldwin von James Spader mit 13 Prozent der Stimmen. Der dreifache Emmy-Preisträger ist vor allem durch seine Rolle als Alan Shore in Boston Legal bekannt. Davor hatte er aber auch beachtliche Filmerfolge, wie Secretary, Stargate und Mannequin.

 


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Samstag, 5. Dezember 2009

Highlights der Woche: Monk sagt auf Wiedersehen, Scrubs sagt nochmal Hallo und mehr

Die vergangene Woche (KW 49) durften wir Scrubs in einem neuen Gewandt wieder zurück auf den Bildschirmen begrüßen und mussten nach acht Jahren dem neurotischen Ermittler Adrian Monk lebe wohl sagen. Auch sonst gab es einige lustige und berührende Momente...

5. Der genialste Hangover:
In Californication durften wir Hank (David Duchovny) und Runkle (Evan Handler) auf einer legendären Sauftour begleiten, die fast alles beinhaltete was man sich von einem richtigen Moody-Gelage erwartet: Angefangen bei einer Kneipenschlägerei, über den Diebstahl des eigenen Erstlinkswerks aus einem Buchladen, bis hin zu einem Fast-Kopfschuss verpasst durch einen Kleinkriminellen in einem Alkladen. Stilecht wachen die beiden nach der durchzechten Nacht mit allerlei Diebesgut und frischen Tätowierungen in Hanks noch immer einäugigen Porsche 964 in Venice Beach auf.



4. Der beste Neustart: Mit einem großteils neuen Cast und einer neuen (Universitäts-)Klinik, die an eine Südstaaten Plantage erinnert, meldete sich letzte Woche Scrubs zurück. Den Produzenten ist es recht gut gelungen die Stimmung der ersten acht Staffeln in die neunte zu übertragen, aber trotzdem nicht alt zu wirken, sondern mit jungen neuen Gesichtern und einer neuen Stimme für die Show (Lucy übernimmt hier J.D.s Part) für frischen Wind zu sorgen.


3. Der berührenste Moment: Es war schon langsam an der Zeit, dass uns House, M.D. zeigt, was sich Wilson so denkt.  Die Folge die sich ganz um Wilson (Robert Sean Leonard) drehte war nicht nur interessant anzusehen, sondern ließ uns auch zum Kleenex greifen, als Greg House (Hugh Laurie) sich nahezu zärtlich mit Wilson versöhnte. Wilson wollte, dass House bei seiner Operation in der er seine Leber einen Freund spenden will an seiner Seite ist. Doch House verweigert dies mit folgender Begründung: "Wenn du stirbst, bin ich ganz alleine." Schnief.


2. Die witzigste Verwandlung: In 30 Rock wird es mit Liz Lemons (Tina Fey) Dealbreaker-Talkshow immer ernster. Deshalb überträgt sie Frank (Judah Friedlander) das Kommando über das Autoren-Team, was dazu führt, dass Frank immer mehr zu Liz mutiert. Zuerst nur vom Verhalten her - er ist für keinen Spaß mehr zu haben und denkt nur an Fristen, außerdem kriegt er Fressattacken, wie Liz. Mit der Zeit fängt aber auch sein Äußeres an immer mehr Liz zu ähneln - er verliert seine Kappe, trägt seine langen Haare im Liz-Lemon-Style, setzt eine lemonhafte Lesebrille auf, trägt eine schwarze Strickbluse und eine Handtasche für seine Skripten. Auch Liz macht eine Verwandlung durch. Sie wird von der geekigen Schreiberin zu affektierten Schauspielerin, die einer Mischung aus Jenna und Gollum ähnelt. Die Verwandlung gipfelt darin, dass sich Autoren Liz mit Schauspieler Liz ein ziemlich seltsames Gefecht im Spiegel liefert, das direkt aus dem Exorzisten stammen könnte.



1. Der neurotischte Abschied: Vergangene Woche hieß es auch Abschied nehmen von einem alten Bekannten. Sein Name Adrian Monk (Tony Shaloub). Der Neurotiker per excellence hatte uns acht Jahre lang den einen oder anderen witzigen Moment geschenkt. Den Produzenten ist es gelungen Monk den "Sonnenuntergang entgegen reiten" zu lassen, wobei er einige seiner Neurosen behalten durfte, aber nichts so ernstes, dass wir uns Sorgen machen müssten, dass er in Zukunft nicht zurecht damit kommt (Also so ziemlich der Status in dem wir ihn 2002 kennen lernten). Mit seiner Lösung des Mordfalls seiner Frau Trudy und der Möglichkeit sein verbleibendes Trudy-Trauma zusammen mit ihrer Tochter zu überwinden, hat die Serie einen Weg gefunden ihn auf einen glaubhaften Pfad hin zu einem neuen Monk zu bringen, der besser mit seinen Neurosen umgehen kann, ohne ihn auf eine unglaubwürdige Art und Weise völlig von ihnen heilen zu wollen.



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Samstag, 7. November 2009

Highlights der Woche: Das Kennedy Attentat, Pagen-Latein und mehr

In der 45 Kalenderwoche ging es rund im amerikanischen TV. Das Science-Fiction-Drama V hatte sein Actiongeladenes Début, das dem Sender ABC den Serienstart mit den meisten Zuschauern in diesem Herbst bescherte (wohl auch dank enormer Werbekampagnen im Vorfeld). Auch sonst gabs viel zum Lachen und Mitfiebern. Hier die Top 5 Momente der vergangenen Woche.

5. Die tierischte Begegnung:
Cougar (zu dt. Puma oder reifere Frau die auf junge Männer steht) trifft auf Alligator. In Cougar Town hat sich Jules (Courtney Cox) ganz schön erschreckt, als sie nach einem erfrischenden Sprung in den Pool auftaucht und sich einem Alligator Aug in Aug gegenübersieht. Was gut für sie, für den Zuschauer aber allzu vorhersehbar war, ist dass der Alligator am Ende der Folge den kläffenden Hund, der ihr schon Tage lang den Schlaf raubt verspeist....armer Köter.

4. Die beste Choreografie: In Modern Family wird ein seit Jahrzehnten schwellender Konflikt zwischen Mitchell (Jesse Tyler Ferguson) und Claire (Julie Bowen) beigelegt. Mitchell hat seiner Schwester nämlich nie verziehen, dass sie kurz vor der Meisterschaft in Eiskunstlauf, auf die er hingefiebert hat, das gemeinsame Team mit dem Namen "Fire & Nice" aufgelöst hat. Nachdem er Claire von seinem Ressentiment aus der Kindheit erzählt, enden die beide damit, dass sie in einer wunderbar lustigen Choreografie auf einem Parkplatz "Fire & Nice" wieder zum Leben erwecken.


3. Die lustigsten Fun-Facts: 30 Rock ließ uns diese Woche ein paar lustige Details über seine Hauptcharaktere erfahren. So wissen wir jetzt: 1) dass Liz Lemon (Tina Fey) nicht gerne am Kopf berührt wird, da sich ihre Fontanellen nie ganz geschlossen haben; 2) dass Jack Donaghy (Alec Baldwin) gelegentlich zusammen mit einer schwarzen Doo-Wop-Gruppe in der New Yorker U-Bahn singt; 3) dass Page Kenneth Parcell (Jack McBrayer) fließend Latein spricht (Jack fragt ihn "Et tu, Kenneth?" und er antwortet unter anderem mit dem Cicero Zitat "Salus populi suprema lex"; 4) und dass Cathy Geiss (Marceline Hugot) die zweite Susan Boyle ist, nur dass sie nach ihren Auftritten ihre Unterwäsche auszieht.

2. Die intensivste Gänsehaut: Wer die Folge "The Grown-Ups" von Mad Men gesehen hat, versteht, dass das Kennedy Attentat für die Menschen in den 60er Jahren, der 11. September ihrer Ära war. In einer wunderbar inszenierten Folge, die einem die Gänsehaut hochschießen lässt, wird gezeigt, wie das Ereignis die Welt zum stocken brachte. Unweigerlich zieht man Parallelen zu den Terroranschlägen auf die Türme des World Trade Centers. Mit Originalmaterial, zum Beispiel vom heuer verstorbenen News-Anchor Walter Chronkite, der fassungslos und den Tränen nahe den Tod des Präsidenten verkündet, wird die Stimmung, die 1963 vorgeherrscht haben muss, greifbar.

1. Das beste Serien-Remake: Auch die Serie V, die dieses Woche gestartet ist, nimmt in der ersten Einstellung auf das Kennedy Attentat Bezug. So werden dem Publikum folgende Fragen gestellt: "Wo warst du als JFK ermordet wurde?", "Wo warst du am 11. September?", "Wo warst du heute Morgen?" - an diesem Morgen tauchten nämlich die Visitors oder kurz V wie aus dem nichts auf und sollten die Welt für immer verändern. Und das schon zum zweiten mal - denn V ist ein Remake der gleichnamigen Science-Fiction-Miniserie von 1983 und der darauf folgenden Serie von 1984. Die Produzenten verwenden die Möglichkeiten der heutigen Technik, um den guten alten Stoff der 80er mit neuen Gesichtern und viel Spannung neu in Szene zu setzen.


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