Donnerstag, 10. Dezember 2009

Die besten Fernsehserien der 2000er: Platz 10 - Scrubs

Kaum eine Fernsehserie hat in den 2000ern so viele Debatten unter Fernsehfans ausgelöst, wie Scrubs. Eine Sitcom, die manchen herzlich und lustig erschien und für andere einfach nur nervig und wunderlich war. Trotzdem war da ein Ding bei dem alle Fans und Kritiker einhelliger Meinung waren: John McGinleys Dr.Perry Cox war einer der einzigartigsten Fernsehcharaktere des Jahrzehnts - ein unsozialer Kerl, der alle wegstößt, die ihm zu nahe kommen, aber nichtsdestotrotz ein brillanter Arzt ist. (Klingt das bekannt?). Der Hauptcharakter J.D. (Zach Braff), der von Perry im Laufe der 9 Jahre einige Mädchennamen verpasst bekommen hat, hat uns auch eine wichtige Lektion gelehrt: Es gibt nichts witzigeres als Tagträume.

Scrubs muss sich mit seiner gerade angelaufenen neunten Staffel, die die Serie mit einem veränderten Cast und einem neuen Setting zeigt, noch beweisen. Kommt das neue Konzept bei den Fans gut an, ist es vorstellbar, dass die Ärzteserie auch noch weit in das nächste Jahrzehnt hinein erfolgreich bleibt.


Titel: Scrubs
Genre: Dramedy
Creator: Bill Lawrence
Dauer: 2001 bis heute
Staffeln: 9









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Mittwoch, 09. Dezember 2009

Tina Fey - Ein Porträt

Das Sexsymbol für jeden Mann, der beim Lesen seine Lippen nicht bewegt", so nannte New Yorker-Autor Michael Specter Shootingstar Tina Fey. Und das kollektive Bewusstsein fragt sich: "Tina, Darling, wo warst du nur so lange? Wo hast du dich so lange vor der Welt versteckt?" Die 38-jährige Autorin/Komödiantin/Produzentin hat ihrer Karriere im Herbst 2008 mit ihrer Sarah Palin Imitaion einen Turboboost verpasst, der die Ratings von Saturday Night Live (SNL) und ihrer eigenen Show 30 Rock durch die Decke gehen ließ.






Doch wer ist diese Elisabeth Stamatina Fey aus Upper Darby, Pennsylvania? Als eher hässliches Entchen mit einem ziemlich schlechten Haarschnitt, machte Fey im Jahr 1994 ihre ersten Schritte ins Showgeschäft. Sie arbeitete als Schreiberling und Performerin in den Improvisationstheatern von Chicago. Dann zog sie sich ganz hinter die Bühne zurück, um ab 1997 für SNL bissig-lustige Witze zu schreiben, wurde Chef-Autorin der Sketchshow und nahm durch das viele Junk Food ordentlich an Gewicht zu. Danach nahm sie wieder 15 Kilo ab, richtete ihre Haare her, setzte ein paar heiße-Lehrerinnen-Brillen auf und machte sich einen Namen, indem sie mit geistreich witzigen Kommentaren im Weekend Update von SNL um sich warf. Ihre Comedy Karriere nahm immer mehr Fahrt auf, als Fey den Kassenschlager Mean Girls mit Linsay Lohan schrieb und schließlich ihre eigene Serie, die auf einer SNL-artigen Show basiert, erfand: 30 Rock. Die Comedyserie kämpfte zwar von Anfang an mit den Ratings, ist aber der große Liebling der Kritiker, wurde seit ihrem Start mit 12 Emmys ausgezeichnet und katapultierte Fey in den Comedy-Olymp. Doch bevor sie richtig Luft schnappen konnte, sollte sie eine freakige Wendung des Schicksals so unheimlich bekannt machen, dass sie sich vorerst keine Gedanken mehr über die Ratings von 30 Rock machen musste: In einer lächerlich Borderline-gefährlichen Entscheidung beschlossen nämlich die Republikaner eine Frau als Vize-Präsidentschaftskandidatin aufzustellen, die zufälligerweise genauso, wie die lustigste Frau, die in Amerika arbeitet, aussah: Sarah Palin - die anmutige aber schrecklich unvorbereitete damalige Gouverneurin von Alaska, die Tina Fey so ähnlich sieht, dass ihre eigene dreijährige Tochter Alice auf den Bildschirm zeigte als Palin zu sehen war und irgendwie dachte, das sei ihre Mutter, obwohl Mama-Tina neben ihr saß. Palin war also nicht nur ein Segen für den Journalismus, Karikaturisten und sonstige Spaßvögel, sondern auch für Tina Fey, die mit der Imitation der Politikerin endgültig nationale und internationale Berühmtheit erlangte.

Für viele Amerikaner ist es wahrscheinlich unerklärlich, dass die lustigste Frau im Fernsehen deutsche Wurzeln hat, ist doch das vorherrschend Klischee vom Deutschen durch Humorlosigkeit geprägt. Doch Tina Fey, die väterlicherseits mit deutschen Genen versorgt wurde (ihre Mutter ist Griechin), beweist hier einmal mehr, dass solche Stereotypen haltlos sind. Fey selbst spricht, wie sie selbst sagt, Deutsch schlechter als ein Erstklässler, hat uns aber im Rahmen von 30 Rock, wo ihr Charakter Liz Lemon gelegentlich auch ein paar deutsche Sätze von sich gibt, gezeigt, dass ihre Sprachkenntnisse doch nicht so übel sind.
Ihre Arbeitsethik wiederum entspricht voll und ganz dem gängigen amerikanischen Vorurteil über Deutsche. Warum sonst soll sich jemand freiwillig die vierfache Belastung antun, die Fey sich aufbürdet: Sie hat 30 Rock erfunden und  produziert es, ist die Chefautorin der Show, spielt nebenbei noch die Hauptrolle und schafft es trotzdem sich um ihre Familie zu kümmern.Da muss alles geplant sein, was ihr bei ihren Kollegen den Spitznamen "Hermann the German" eingebracht hat. 
 


Tinas Ehemann ist der 48-jährige Musik-Direktor Jeff Richmond, der für den Score von SNL und auch für die Titelmusik von 30 Rock verantwortlich ist. Die beiden haben sich lange vor ihrem Ruhm in Chicago kennengelernt. Haben sieben Jahre lang gedatet und sind schon weitere sieben Jahre miteinander verheiratet.  Und Jeff war und ist der einzige Mann in Tinas Leben. So hat sie ihre Jungfräulichkeit, wie ihr On-Screen-Alterego Liz Lemon, erst mitten in ihren 20ern verloren. Deshalb hat ihre SNL-Kollegien Amy Poehler sie als "nonnenhaft" beschrieben, - einen Mensch, der sich die ganzen Beziehungsdramen vom Beckenrand aus angeschaut und dann lustige Dinge darüber geschrieben hat.

Wer Tina Fey genauer ins Gesicht sieht, merkt, dass sie eine markante Narbe auf der linken Wange trägt. Das Ergebnis einer schrecklichen Cutting-Attacke durch einen Fremden, als Tina fünf Jahre alt war. Sie spielte im Vorgarten ihres Hauses als irgendjemand auf sie zukam und ihr ins Gesicht fuhr. Sie dachte zuerst, dass er sie mit einem Stift markiert hat, aber dann ran schon das Blut. Selbst spricht Fey nur selten über den Vorfall. Marcy Klein, die blonde Executive-Producerin von 30 Rock und Tochter von Kelvin Klein, die als Elfjährige gekidnappt wurde erinnert sich: "Tina hat zu mir gesagt, 'Weißt du Marci, wir beide haben schreckliche Dinge erlebt. Wir wissen was das heißt.'" Als es kurz nach 9/11 zu einer Anthrax Attacke auf das NBC-Gebäude kam zeigte Tina eine extrem angsterfüllte Reaktion - das erste Mal, dass ihre Mitarbeiter sie verwundbar sahen. Der Therapeut den sie in er Folge aufsuchte brachte diese Panikattacke mit dem Vorfall in ihrer Kindheit in Verbindung. "Der Angriff aus dem Nichts" war es der Tina so schreckliche Angst einflößte. 



Als Tina von Chicago nach New York zog hatte sie einige Kilo mehr auf den Rippen als heute. Sie war eine rubeneske Schönheit. "Ich hatte bei einer Größe von 1,60 rund 70 Kilo, was nicht unheimlich viel ist. Aber wenn man von Chicago nach New York zieht, fühlt man sich richtig fett. Weil alle klein, kompakt und asiatisch sind. Alle sind Asiaten", erklärt Fey mit einem Augenzwinkern. Als sie sich selbst auf einen Monitor bei SNL sah, der vermutlich gerade von Gwyneth Paltrow auf sie schnitt, beschloss sie zu den Weight Watchern zu gehen. Mit super Erfolg, so erzählt sie von einer lustigen Episode: "Steve Martin ist in der Kantine sonst immer an mir vorbei gelaufen und nach dem Abspecken hieß es aufeinmal 'Ja Hallllooo - wer bist denn du?'" Und auch Hollywood-Agentin Sue Mangers war von Feys Metamorphose überrascht. Sie warnte SNL-Produzenten Lorne Michaels davor Fey On-Air zu schicken. "Sie hat einfach nicht das Aussehen dazu", sagte sie ihm und dachte sich; "Er muss eine Affäre mit ihr haben, sonst würde er das Mauerblümchen nicht auf den Bildschirm holen." Doch dann sah Mangers die neue Tina. "Sie war eine sexy, Dekolleté zeigende, heiß aussehende Frau geworden. Was zum Teufel hat sie nur gemacht?"

Sexy war Tina Fey auch bei der Emmy-Verleihung vor zwei Jahren, als Mary Tyler Moore und Golden Girl Betty White den Emmy für die beste Comedy Serie vergaben und Tina Feys Name verlasen. Da war er, ihr Cindarella-Moment - nur dass die Schuhe nicht aus Glas, sondern von Manolo Blahnik waren und dass ihre Handtasche gestohlen wurde, während sie auf der Bühne war, um die Statue abzuholen.
Und eines scheint  sicher es wird nicht die letzte Statue sein, die sich das Multitalent mit den Rehaugen unter den Nagel reißen wird - aber das nächste mal nimmt sie die Handtasche besser mit nach oben.



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Dienstag, 08. Dezember 2009

Der beliebteste Kino-Star in einer TV-Rolle

Serien-Onkel vor Big Boss und Staranwalt. Das Fernsehserien Blog hat den beliebtesten Kinostar in einer TV-Rolle gesucht und ist dank eurer großartigen Wahlbeteiligung auch fündig geworden.

Der Sieg ging mit 45 Prozent der Stimmen recht eindeutig an unseren coolen Onkel Charlie Sheen (Two and a Half Men), der in den 80er Jahren durch Blockbuster wie Hot Shots! Die Mutter aller Filme, Platoon oder Wallstreet berühmt wurde. Und nach einer schweren Zeit mit Drogenproblemen die Rückkehr als Serienstar schaffte.




Auf Platz zwei schaffte es Alec Baldwin mit 16 Prozent der Stimmen. Er ist seit kurzem mit seiner mehrfach Emmy-gekrönten Serie 30 Rock auf ZDF neo auch im deutschen Fernsehen zu sehen. Baldwin wurde durch Filme wie Beeteljuice, Jagd auf Roter Oktober, Auf Messers Schneide oder The Cooler bekannt. Für letzteren erhielt er sogar eine Oscar Nominierung.





Knapp gefolgt wurde Baldwin von James Spader mit 13 Prozent der Stimmen. Der dreifache Emmy-Preisträger ist vor allem durch seine Rolle als Alan Shore in Boston Legal bekannt. Davor hatte er aber auch beachtliche Filmerfolge, wie Secretary, Stargate und Mannequin.

 


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Die besten Fernsehserien der 2000er: Platz 11 - Lost

Keine Serie hat mehr in der vergangenen Dekade riskiert als Lost, welches seine Zuschauer um sehr viel Geduld gebeten hat, als die Schöpfer der Serie Informationen zurückhielten, Charaktere töteten, die Insulaner aufteilte und mit dem ultimativsten aller Dealbreaker - Zeitreisen - rumspielten. Bis zu einem gewissen Grad ist die Frustration, die mit Lost verbunden ist, Teil des Vergnügens geworden, wie Fans beweisen, die liebend gern über hinkende Erzählstränge und Konflikte zwischen den Charakteren schimpfen, die leicht gelöst werden könnten, wenn die Verschollenen die Zeit, die sie dazu verwenden um noch mehr auf der Insel verloren zu gehen für konstruktive Gespräche untereinander nutzen würden.

Aber die großartigen positiven Seiten von Lost wiegen diese Ausrutscher auf. Die Showrunner Damon Lindelof und Carlton Cuse sind die Herren über eine Handlung, die Kontinente und Genres übergreift, während eine dichte Mythologie mit einem menschlichen Kern gebastelt wird. Lost ist eine Fernsehserie über unerwartete Verbindungen und die Suche nach Bedeutung hinter dem Geheimnis, das sich unsere Kulturen teilen. Es ist auch ein Herzeigebeispiel für einen riesigen Cast, der trotz seiner weiten Fächerung lauter einprägsame Charaktere beinhaltet, von denen jeder einzelne die Lektion lernen muss, dass seine tragische Lebensgeschichte in einem Happy End gipfeln kann, wenn er nur geduldig genug ist.

Titel: Lost
Genre: Drama
Creator: Jeffrey Lieber
J.J. Abrams
Damon Lindelof
Dauer: 2004 bis heute
Staffeln: 5











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