Samstag, 7. November 2009

Highlights der Woche: Das Kennedy Attentat, Pagen-Latein und mehr

In der 45 Kalenderwoche ging es rund im amerikanischen TV. Das Science-Fiction-Drama V hatte sein Actiongeladenes Début, das dem Sender ABC den Serienstart mit den meisten Zuschauern in diesem Herbst bescherte (wohl auch dank enormer Werbekampagnen im Vorfeld). Auch sonst gabs viel zum Lachen und Mitfiebern. Hier die Top 5 Momente der vergangenen Woche.

5. Die tierischte Begegnung:
Cougar (zu dt. Puma oder reifere Frau die auf junge Männer steht) trifft auf Alligator. In Cougar Town hat sich Jules (Courtney Cox) ganz schön erschreckt, als sie nach einem erfrischenden Sprung in den Pool auftaucht und sich einem Alligator Aug in Aug gegenübersieht. Was gut für sie, für den Zuschauer aber allzu vorhersehbar war, ist dass der Alligator am Ende der Folge den kläffenden Hund, der ihr schon Tage lang den Schlaf raubt verspeist....armer Köter.

4. Die beste Choreografie: In Modern Family wird ein seit Jahrzehnten schwellender Konflikt zwischen Mitchell (Jesse Tyler Ferguson) und Claire (Julie Bowen) beigelegt. Mitchell hat seiner Schwester nämlich nie verziehen, dass sie kurz vor der Meisterschaft in Eiskunstlauf, auf die er hingefiebert hat, das gemeinsame Team mit dem Namen "Fire & Nice" aufgelöst hat. Nachdem er Claire von seinem Ressentiment aus der Kindheit erzählt, enden die beide damit, dass sie in einer wunderbar lustigen Choreografie auf einem Parkplatz "Fire & Nice" wieder zum Leben erwecken.


3. Die lustigsten Fun-Facts: 30 Rock ließ uns diese Woche ein paar lustige Details über seine Hauptcharaktere erfahren. So wissen wir jetzt: 1) dass Liz Lemon (Tina Fey) nicht gerne am Kopf berührt wird, da sich ihre Fontanellen nie ganz geschlossen haben; 2) dass Jack Donaghy (Alec Baldwin) gelegentlich zusammen mit einer schwarzen Doo-Wop-Gruppe in der New Yorker U-Bahn singt; 3) dass Page Kenneth Parcell (Jack McBrayer) fließend Latein spricht (Jack fragt ihn "Et tu, Kenneth?" und er antwortet unter anderem mit dem Cicero Zitat "Salus populi suprema lex"; 4) und dass Cathy Geiss (Marceline Hugot) die zweite Susan Boyle ist, nur dass sie nach ihren Auftritten ihre Unterwäsche auszieht.

2. Die intensivste Gänsehaut: Wer die Folge "The Grown-Ups" von Mad Men gesehen hat, versteht, dass das Kennedy Attentat für die Menschen in den 60er Jahren, der 11. September ihrer Ära war. In einer wunderbar inszenierten Folge, die einem die Gänsehaut hochschießen lässt, wird gezeigt, wie das Ereignis die Welt zum stocken brachte. Unweigerlich zieht man Parallelen zu den Terroranschlägen auf die Türme des World Trade Centers. Mit Originalmaterial, zum Beispiel vom heuer verstorbenen News-Anchor Walter Chronkite, der fassungslos und den Tränen nahe den Tod des Präsidenten verkündet, wird die Stimmung, die 1963 vorgeherrscht haben muss, greifbar.

1. Das beste Serien-Remake: Auch die Serie V, die dieses Woche gestartet ist, nimmt in der ersten Einstellung auf das Kennedy Attentat Bezug. So werden dem Publikum folgende Fragen gestellt: "Wo warst du als JFK ermordet wurde?", "Wo warst du am 11. September?", "Wo warst du heute Morgen?" - an diesem Morgen tauchten nämlich die Visitors oder kurz V wie aus dem nichts auf und sollten die Welt für immer verändern. Und das schon zum zweiten mal - denn V ist ein Remake der gleichnamigen Science-Fiction-Miniserie von 1983 und der darauf folgenden Serie von 1984. Die Produzenten verwenden die Möglichkeiten der heutigen Technik, um den guten alten Stoff der 80er mit neuen Gesichtern und viel Spannung neu in Szene zu setzen.


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Freitag, 6. November 2009

Umfrage: Beliebtester Kino-Star in einer TV-Rolle

Oft finden TV-Stars früher oder später ihren Weg vom kleinen Bildschirm auf die große Leinwand. Viel seltener kommt es vor, dass Stars, die auf der Kinoleinwand groß geworden sind und teilweise schon die einen oder anderen Oscar-Nominierung für sich beanspruchen konnten, nach solchen Erfolgen eine Hauptrolle in einer TV-Serie übernehmen. In der neuesten Umfrage des Fernsehserien Blogs geht es genau um diese Schauspieler. Welcher der folgenden TV-Größen mit Kinohintergrund ist euer Favorit?

Zur Wahl stehen:

Alec Baldwin
(30 Rock) wurde durch Filme, wie Beeteljuice, Jagd auf Roter Oktober, Auf Messers Schneide oder The Cooler, für den er eine Oscar-Nominierung erhielt, bekannt.
Glenn Close (Damages) wurde insgesamt fünfmal für einen Oscar nominiert und spielte bevor sie die Rolle der Patty Hawes in der Anwaltserie Damages übernahm, in Filmen, wie Air Force One, 101 Dalmatiner oder Eine verhängnisvolle Affäre.
Kiefer Sutherland (24), kannte man vor seiner Agentenlaufbahn etwa aus Eine Frage der Ehre, The Lost Boys und Die drei Musketiere. Er wurde mit einem Genie-Award, dem kanadischen Oscar, ausgezeichnet.
Chevy Chase (Community) der Blödler aus den 80er Jahren ist seit kurzem in der Comedy-Serie Community zu sehen.
Brook Schields (Lipstick Jungle) stand schon als Kind vor der Kamera und wurde durch den Film Die Blaue Lagune weltberühmt.
James Spader (Boston Legal) hatte seinen Durchbruch mit Sex, Lügen und Video. Später spielte er in den Kultfilmen Stargate und Secretary.
Charlie Sheen (Two and a Half Men) wurde durch die Komödie Hot Shots! Die Mutter aller Filme berühmt, spielte zuvor aber auch in ernsteren Filmen, wie dem Kriegsdrama Platoon oder Wallstreet.
Kyra Sedgwick (The Closer) spielte 1989 im Film Geboren am 4. Juli die geliebte von Tom Cruise. Danach folgten Filme, wie Singles - Gemeinsam einsam oder Power of Love.



So nun habt ihr die Qual der Wahl. Eure Stimme könnt ihr in der rechten Bildschirmleiste abgeben. Das Ergebnis der Wahl wird in einem Monat verkündet.


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Dienstag, 3. November 2009

Big Apple oder Fake Apple?

Einige der besten Serien spielen in New York - aber das heißt noch lange nicht, dass diese Serien auch dort gefilmt wurden!

Welche der acht "New Yorker" Fernsehserien im folgenden Bild wurden nicht in New York produziert? Welche von ihnen haben euch an der Nase rum geführt? Nehmt auch ein wenig Zeit zum Nachdenken und Raten. Für die richtigen Antworten einfach unter dem Bild weiter lesen:



Antworten: 4,5 der Serien sind keine waschechten New Yorker. Bei ihnen wurden höchstens ein paar Außenaufnahmen - wie das Restaurant in Seinfeld - in New York gefilmt, aber der Großteil der Serien wurden in Los Angeles produziert.

  • 30 Rock: Big Apple - Waschechte New Yorker. Wird aber nicht, wie viele denken, im GE Building (Rockefeller Plaza 30) gedreht, sondern hauptsächlich in Queens.
  • Ugly Betty: Fake Apple/Big Apple - Wurde bis zur dritten Staffel in L.A gedreht. Danach wechselte die Fernsehserie auch zum Filmen nach New York.
  • Gossip Girl: Big Apple - Die Serie über die privilegierten Teenager von der der Upper East Side wird wirklich in New York gedreht.
  • How I Met Your Mother: Fake Apple - Wenn Ted endlich die Mutter seiner Kinder kennenlernt, wird das nicht in New York, sondern in L.A gedreht werden.
  • Friends: Fake Apple - Auch die Freunde aus Manhattan sind keine echten New Yorker. Die Serie wurde in den Warner Bros. Studios in Burbank, CA gedreht.
  • Sex and the City: Big Apple - Es wäre eine zu große Enttäuschung gewesen, wenn die vier Mädels nicht in the City über Sex geplaudert hätten. Also die Entwarnung: Sex and the City wurde in New York gefilmt.
  • Mad Men: Fake Apple - Mad Men ist zwar im New York der 60er Jahre situiert, gedreht wird es aber in den späten 2000er Jahren in den Los Angeles Center Studios.
  • Seinfeld: Fake Apple - Auch der gute alte Jerry Seinfeld war kein echter New Yorker.


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Sonntag, 1. November 2009

Highlights der Woche: Don zeigt Emotionen, Lexi trägt Windeln und mehr

Die Highlights im US-Fernsehen waren diese Woche (KW 44) geprägt von schauspielerischen Höchstleistungen, spannenden Wendungen, und viel Humor.

5. Die beste Kampfszene: Es ist einfach köstlich, wenn man Alec Baldwin dabei zusieht, wie er einer von Jeff Dunhams Bauchrednerpuppe die Seele aus dem Leib prügelt. So gesehen in der dieswöchigen Folge von 30 Rock, in der Baldwins Charakter Jack Donaghy und Liz Lemon (Tina Fey) in die Südstaaten reisen, um einen neuen Komiker für TGS zu rekrutieren. Dieser soll nämlich die Quotenstarke Zielgruppe der Hillbillies und Rednecks ansprechen. Jack ist ganz begeistert von einem Bauchredner aus Georgia (gespielt von Dunham). Doch seine Begeisterung kippt schnell, als dessen Puppe Liz Lemon aufs wüsteste beschimpft. Jack springt auf die Bühne, würgt, prügelt und trampelt auf der Puppe herum, bis diese schließlich ihren Kopf verliert...


4. Die stinkenste OP: Noch nie wurden in einer Serie Windeln für Erwachsene so hoch gehalten, wie in Grey's Anatomy. Lexi Grey (Chyler Leigh) trägt nämlich eine während einer 21-Stunden-OP, um ihr Engagement zu zeigen (Keine Zeit für Klopausen!?). Christina Yang (Sandra Oh) hat auch eine für eine 10-Stunden-OP an, ist aber ziemlich "angepisst", als diese für Lexis Super-OP abgesagt wird.

3. Der beste Twist: Ein nach Rache lechzender Dexter (Michael C. Hall) verfolgt den Trinity Killer (John Lithgow), der gerade sein drittes Opfer mit einem Hammer brutal ins Jenseits befördert hat. Gerade als Dexter Trinity, der zuhause angekommen ist mit seiner Spritze betäuben will und der Zuschauer sich darüber wundert, dass Dexter seinen bisher würdigsten Gegner schon zur Staffelmitte erwischt, kommt es zu einer unerwarteten Wendung: Trinity wird von einer Frau und zwei Kindern mit Umarmungen und Küssen begrüßt. Es stellt sich heraus, dass der Trinity Killer kein einsamer Wolf ist, wie es Profiler Lundy behauptet hat. "Er ist wie ich", sagt Dexter, der verheiratete Familienvater-Schrägstrich-Serienkiller aus den Suburbs verblüfft.

2. Das skurril-witzigste Gagfeuerwerk: Curb Your Enthusiasm hat diese Woche gleich mit einer ganzen Reihe von Highlights aufgewartet, die darin Gipfelten, dass Larry David am Muffin Top (für die, die den Begriff nicht kennen eine anschauliche Definition) seiner Sekretärin klammernd von einem Dach hängt. Davor wollten eben jene Sekretärin und ihre Mutter mit einem Bildnis von Jesus Christus durch die USA tingeln, da dieses vermeintlich eine Träne geweint hat. In Wirklichkeit ist die Träne aber ein Tropfen von Larrys Urin, der auf das Bild, das neben dem Klo der Damen gehangen hat, gespritzt war. Eine weitere witzige Situation ist, als Larry verhaftet wird, weil er mehr als die zwei von der Restaurant-Policy erlaubten Servietten aus einem Fastfood-Laden mitnimmt. Er wird aber wieder freigelassen, weil der Restaurantbesitzer bei der Gegenüberstellung nicht sagen kann, ob Larry oder ein Mann, der die schwarzhäutige Version von Larry sein könnte, der Täter ist.

1. Die vollste Ladung Emotion: Vorweg: Jon Hamm hat einen weiteren Emmy für seine Performance als Don Draper in der neusten Episode von Mad Men verdient. Betty (January Jones) konfrontiert Don in einer atemberaubend langen Szene mit dem Inhalt seiner geheimen Box. Don zuerst souverän wie immer, verliert zum ersten Mal in den drei Jahren, die wir ihn kennen, seine schützende Fassade, als er feststellt, dass es diesmal keine Lüge gibt die ihn retten könnte. In der Vergangenheit hatte sein Umgang mit Betty oft etwas von einer Vater-Tochter-Beziehung, statt von einer Ehemann-Ehefrau-Beziehung. Doch in diesem Moment drehte sich der Spieß um. Betty wirkte wie die strenge Mutter, die ihren Sohn der sehr viel Mist gebaut hatte zur Rede stellt. Don scheint in diesem Moment der Wahrheit zum ersten mal in der Gegenwart von Betty er selbst zu sein. Er erzählt ihr all seine Geheimnisse, bricht immer mehr zusammen, ist so zittrig, dass die Zigarette die er anzünden will zu Boden fällt und vergießt schließlich Tränen, als er die Mitschuld an dem Tod seines Bruders erkennt und ausspricht... Einfach eine geniale Szene die einem den Atem stocken lässt.


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