Freitag, 4. Dezember 2009

Die besten Fernsehserien der 2000er: Platz 13 - The Office

Die Amerikaner werden wohl immer wieder ihre britischen Urgroßeltern imitieren, so machten sie sich auch das Mocomentary-Konzept der britischen Serie The Office zu eigen. Das die herausragende Komödie über Gemeinheiten im Büroalltag auch in den Staaten ein haushoher Erfolg wurde liegt an folgenden Schlüsselfaktoren: einem - von Steve Carell gespielten -  sympathischeren Boss als in UK, einer überzeugenderen Beziehung zwischen den Arbeitskollegen Jim und Pam und den Abweichungen von den ursprünglichen Plots der britischen Version. So war spätestens ab der zweiten Folge, als Michael Scott jedem Mitarbeiter eine ethnische Herkunft zuweist, um ihnen eine Lektion über Vielfalt zu lehren - dabei aber Araber auslässt, weil es "noch zu früh dafür ist" - klar, dass Creator Greg Daniels mit der Serie eine eigene Richtung einschlagen wird. Auch wenn die Fernsehserie nun schon einige Staffeln am Buckel hat, haben die Autoren nie aufgehört innovative neue Ideen in die Story einzubringen. So eröffnete Michael letzte Staffel seine eigene Paper Company und kämpft diese Staffel (wieder bei Dunder Mifflin) gegen die Effekte der Finanzkrise.


Titel: The Office
Genre: Mockumentary
Creator: Greg Daniels
Dauer: 2005 bis heute
Staffeln: Bis dato 6






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Donnerstag, 3. Dezember 2009

Larry David in Whatever Works

In deutschen und schweizer Kinos startete es heute, in österreichischen morgen - das neue Meisterwerk von Woody Allen. Unter dem Titel Whatever Works führt uns Allen, nach Ausflügen nach London (Matchpoint) und Barcelona (Vicky Christina Barcelona), wieder in seine Heimatstadt New York. Das Drehbuch zu dem Streifen ist 30 Jahre lang in Allens Schublade verstaubt nachdem der Schauspieler Zero Mostel verstarb, für den Allen den Hauptcharakter - das misanthropische Physik-Genie Boris Yellnikoff - geschrieben hat. Es hat diese drei Dekaden gedauert bis Woody Allen einen würdigen Schauspieler für die Rolle des Boris fand - sein Name: Larry David.

David, der Miterfinder und Produzent von Seinfeld war und seit fast zehn Jahren in der Serie Curb Your Enthusiasm eine fiktive Version von sich selbst spielt, ist in den USA schon längst in den Comedy-Olymp aufgestiegen, doch im deutschsprachigen Raum ist sein Name noch immer eine große Unbekannte. Das sollte sich aber mit dem neuen Allen-Film schlagartig ändern. Denn David legt in der satirischen Liebeskomödie eine einprägsame Performance hin, die an eine extra lange Episode von Curb Your Enthusiasm erinnert. Mit dem Unterschied, dass Boris noch ein wenig sarkastischer als der Curb-Larry ist.



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Mittwoch, 2. Dezember 2009

Die besten Fernsehserien der 2000er: Platz 14 - Malcolm mittendrin

Als Malcolm Mittendrin im Januar 2000 sein Fernsehdebüt feierte, war es eines der innovativsten Fernsehformate seiner Zeit. Die Serie war die erste Situation Comedy, die es schaffte das cartoonhafte Tempo und die Art der Witze, die man von den Simpsons kannte, in ein Live-Action Format zu übersetzen. Außerdem war sie die erste Sitcom, die es seit langem wieder schaffte mit einem Single-Kamera-Konzept erfolgreich zu sein. Während den ersten zwei, drei Staffeln gab es nichts was mit Malcolm vergleichbar gewesen wäre. Die Fernsehserie war immer bereit wilde stilistische Innovationen zu wagen.
Außerdem bescherte uns Malcolm Mittendrin eine der köstlichsten Szenen aller Zeiten. Jene in der Bryan Cranston in seiner Rolle als Hal zu den Klängen von Funky Town einen bizarren Rollschuhtanz vorführt...


Titel: Malcolm In The Middle
Genre: Situation Comedy
Creator: Linwood Boomer
Dauer: 2000 bis 2006
Staffeln: 7







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Dienstag, 1. Dezember 2009

Scrubs: Soll man sich die neunte Staffel anschauen?

Heute beginnt in der USA die neunte Staffel eines völlig überarbeiteten Scrubs. Allerdings waren viele Serienfreunde skeptisch, ob die neue Version von Scrubs wirklich das Wahre ist.
So wurde angemerkt, dass Serien generell keine neun Staffeln notwendig haben, da die meisten Serien, die so alt wurden, ihren Charme verloren hätten, die Schauspieler und Autoren ausgebrannt wären und das Publikum genug von der Show hätten. Bei Scrubs kam noch das Wissen dazu, dass ein guter Teil des originalen Ensambles in der neuen Staffel entweder total von der Bildfläche verschwinden oder nur noch von Zeit zu Zeit vorbeischauen würde. Deshalb wirkte Scrubs: The Next Generation eher ein wenig desperat.
Doch Kritiker, die die ersten beiden Folgen der Staffel vorab zu Gesicht bekamen sind trotz aller Bedenken von dem was sie sahen begeistert. So soll das neue Scrubs "einfach nur großartig" sein.



Die  gewohnte Absurdität blieb der Show zusammen mit J.D., Turk, Dr. Cox und Bob Kelso erhalten und lässt die Serie wie die, die wir kannten und liebten wirken. Und auch die neuen Schauspieler entpuppen sich als gut anschaubar und erfrischend. Den eingefleischten Scrubsfans werden der Humor und die anfänglichen Ausrutscher der jungen Garde bekannt vorkommen, aber die neuen Gesichter lassen das gewohnte in einem neuen Glanz erstrahlen.

Bevor wir aber zu sehr ins Detail bei den Neuen gehen, konzentrieren wir uns nochmal auf die alte Gang. Ihr werdet froh sein zu hören, dass sowohl Sarah Chalke, als auch Neil Flynn in der ersten Folge der Staffel zu sehen sein werden. Dabei erhält Flynns Hausmeister eine sehr amüsante Geschichte, die seinen Abschied erklärt (Näheres wird nicht verraten ;)). Und die schwangere Sarah Chalke spielt in der Folge die im siebten Monat schwangere Mutter von J.D.'s Baby. Der Rest der Bande macht ihr gewohntes Ding: J.D (Zach Braff) und Turk (Donald Faison) sind noch immer ineinander verliebt, Dr. Cox (John McGinley) ist noch immer ein wundervoll erfrischendes Arschloch, der Toddmeister (Robert Maschio) ist noch immer ein perverser Sack, Kelso (Ken Jenkins) ist noch immer ein Griesgram und auch sonst ist alles in Ordnung in der Welt.






Was die sogenannte "Nächste Generation" betrifft, lernen wir diese in einem hellen neuen Universitätskrankenhaus kennen, das um ein vielfaches hübscher als das alte Sacred Heart ist. Eliza Coupe kehrt als die kratzbürstige, emotionslose Denise zurück und hat mit dem älteren Schlaumeier Medizinstudent Drew (Michael Mosley) einen würdigen Partner gefunden.Der neue Gegenspieler ist Cole der von Dave Franco gespielt wird. Dieser ist ein selbstgefälliger, verkommener Vollidiot, der wie eine Mischung aus Chuck Bass und einem Möchtegern erscheint. Die Herausragendste unter den Neuen ist aber  Kerry Bishé als Lucy, eine zerbrechliche, junge Medizinstudentin die J.D:'s Rolle als Dr. Coxs Opfer übernimmt. Lucy ist so umwerfend naiv und voller Hoffnung, dass man einfach auf sie Acht nehmen will. 

Kurz gesagt waren alle Bedenken gegenüber der neunten Staffel umsonst. Es ist einfach schön das Creator Bill Lawrence es geschafft hat eine funktionierende Fortsetzung der Serie zu schaffen.





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